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Die Täter*innen

Die Täterschaft ist breitgefächert, Zuhälter*innen, Freier*innen, Kinderhändler*innen, Sextourist*innen aber auch die eigenen Eltern können sich schuldig machen. In vielen Fällen fängt das Leid der Kinder durch Kindesentführungen und anschliessenden Kinderhandel an. In anderen Fällen ist der entscheidende Faktor aber, dass Eltern durch den Verkauf des Kindes an wohlhabendere Erwachsene Geld verdienen und dem Kind damit eine bessere Zukunft ermöglichen wollen. Bei den Kinderhändler*innen handelt es sich um organisierte kriminelle Organisationen, für welche die Kinder Ware sind.

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Sie entführen und verschleppen die Kinder, verkaufen sie an einflussreichere Menschen, welche die Kinder dann für ihre eigenen Zwecke nutzen dürfen. Oftmals enden die Minderjährigen als Arbeiter*innen in Fabriken, werden zwangsverheiratet oder in Bordellen als Prostituierte eingesetzt. Neben den aktiven Täter*innen gibt es auch die passiven, welche wegsehen, wenn sie auf Kindesmisshandlungen aufmerksam werden. In Indien sind dies beispielsweise korrupte Polizist*innen, die sich aufgrund von guter Bezahlung weigern einzugreifen.

Über die Kundschaft der Prostituierten lässt sich zudem sagen, dass es sich zunächst fast ausschliesslich um einheimische Männer handelte. Dies änderte sich jedoch im Laufe der Jahre, denn durch die Globalisierung und den Massentourismus reisen nun vermehrt Sextourist*innen, vor allem aus Amerika und Europa, nach Indien, um dort von den Kinderprostituierten und den billigen Preisen zu profitieren. Einige der Kinderschänder, sei es aus dem In- oder Ausland, filmen ihre Opfer bei den sexuellen Übergriffen und behalten die Aufnahmen entweder für den Eigengebrauch, aber auch für den Handel und Missbrauch des Foto- und Videomaterials. Nur wenige der Täter werden verhaftet, die meisten schützen sich durch Korruption, Gewalt und Anonymität vor drohenden Strafen.

Quellen und weitere Informationen:

SOS Kinderdörfer

Planet Wissen – Kinderprostitution